Der türkische Aussenminister Çavuşoğlu:“ Wir werden in Libyen eine allumfassende politische Lösung unterstützen“

Der türkische Aussenminister Çavuşoğlu:“ Wir werden in Libyen eine allumfassende politische Lösung unterstützen“

Nur 600 Kilometer trennen Sizilien von Sirte, der Stadt, in der die Terrormiliz IS bereits ihre schwarzen Fahnen hissen konnte. "Von Libyen aus wollen wir das Kolosseum einnehmen", tönt die Propaganda des "Islamischen Staates" (IS).

Eine umfangreiche politische Lösung werde zu einer Stabilität in der Region führen, sagte Außenminister Çavuşoğlu bei der internationalen Konferenz in Rom zur Suche nach einer politischen Lösung für das vom Bürgerkrieg zerrissene Libyen.

Libyen hat zwei Parlamente. Und ein von Islamisten dominiertes Abgeordnetenhaus in Tripolis. Der Konkurrenzkampf zwischen diesen beiden Parlamenten erzeugt ein Machtvakuum, in dem sich der IS immer mehr ausbreiten konnte. Ziel des Treffens ist die Einigung auf eine Einheitsregierung.

"Bereits jetzt hat IS angefangen, sich in Libyen festzusetzen". Dies würde bedeuten, dass das Vakuum durch IS weiter aufgefüllt würde. Während Rom vor einem militärischen Eingreifen warnt, denkt Frankreichs Premier Manuel Valls schon an die "gleiche Bekämpfung des Feindes wie in Syrien und im Irak". "Das würde die Gefahr, die vom IS für Europa ausgeht, weiter verschärfen", sagt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen. Bei einer dreitägigen, von 34 Staaten, Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern beschickten Mittelmeerkonferenz in Rom äußerten praktisch alle Politologen am Wochenende die Befürchtung, die Politiker legten es "verzweifelt" auf allzu schnelle Erfolgsschlagzeilen an.

In den beiden libyschen Parlamenten gibt es seit langem Unstimmigkeiten über den Weg hin zu einer Einheitsregierung. Der Libyen-Beauftragte der Vereinten Nationen, der Deutsche Martin Kobler spricht von einem Wettlauf gegen die Zeit. "Das ist Aufgabe der libyschen Führungen, aber auch der internationalen Gemeinschaft, die die neue Regierung über die UNO, aber auch wirtschaftlich unterstützen wird", sagte Gentiloni. Auch dabei wird sich Italien seiner Verantwortung kaum entziehen können. Man geht davon aus, dass am 16.Oktober ein umfassender Friedensprozess durch die teilnehmenden Staaten unterschriftsreif vorliegen wird.

Die Redaktion Diriliş Postası


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